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Der Marsch am Limes

Kurzvorstellung

In der ersten Juliwoche des Jahres 1990 marschierten fünf Männer der Legio XV in originalgetreu nachgebauten römischen Legionärsrüstungen des 1. Jhdt n.Chr an der Donau von Passau bis Enns (Streckenlänge 130km). Ein sechster Mann begleitete sie dabei als Lagerbursche (Mulio) mit einem Pferd mit Karren und einem Muli als Packtier. Sie benutzten dabei die Nibelungen-Bundesstrasse und den Treppel- bzw. Fahrradweg am südlichen Donauufer. Dieser Weg wurde vor 1950 Jahren als Limes (Grenze) zur Sicherung und Abgrenzung des römischen Reiches angelegt und mit Wachtürmen, Kastellen und Legionslagern ausgebaut. Die neugegründete Legio XV wandelte also auf den Spuren ihrer Vorbilder. Vier Jahrhunderte lang sollte der Limes den Römern erfolgreich als Trennlinie gegen die "Barbaren" - Völker wie die Markomannen, Quaden und Germanen - dienen.

Durchführung

Termin: Von Freitag, 29.6.1990 bis Sonntag, 8.7.1990
Marschtage: Von Samstag, 30.6.1990 bis Samstag, 7.7.1990
Stationen: Passau/Boiotro - Kastell Oberanna - Schlögen/Joviacum - Aschach - Eferding/Ad Mauros - Wilhering - Wachturm Kürnberger Wald - Römerberg - Linz/Lentia - Enns/Lauriacum - Enns/Legionslager

Genagelte Militärsandale Caligae
Genagelte Militärsandale (Caligae), das Schuhwerk der Legionen
Die 130km lange Strecke wurde in 6 Tagen von Etappen zu 20 - 25km zurückgelegt. Aufgrund des wechselnden Wetters wurde die Ausrüstung sehr strapaziert, aber es konnten gerade dadurch auch einige Verbesserungen bzw. Änderungen durchgeführt werden. Abends wurde immer ein Lager aufgeschlagen, mit Zeltbau, Kochen am Lagerfeuer (viele schöne Stunden wurden verbracht!) und einer Nacht/Lagerwache. Der Marsch wurde von der Bevölkerung und den Medien sehr begeistert aufgenommen.

Sinn des Experimentes

Sinn und Zweck dieses Experimentes war es, die Geschichte der Römer in Österreich und besonders am Donaulimes wieder etwas ins Bewusstsein der Bevölkerung bzw. einer breiten Öffentlichkeit zu bringen. Vorallem aber um zu beweisen, dass man die Geschichte und Vergangenheit nicht nur durch Bücher, sondern vielleicht noch besser im rekonstruierten nachvollzogenen Experiment begreifen und erleben kann. Als Schlussresümee kann man sagen: "Die Römer sind noch nicht eingerostet"!


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