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Der römische Gott Apollo
Der Namensgeber der Legio XV Apollinaris

(griechisch Apollos, „Der Goldhaarige”) Gott des Lichts, der Dichtung und Musik, der Gesetzmäßigkeit und Ordnung, des Rechts und Friedens, der Jugend, Heilkunde, der seherischen Gabe und der Weissagung mit wichtigen Orakelstätten (z.Bspl. Delphi, Abis). Apollo gilt als Schutzherr der Musen, des Ackerbaus, der Herden und der Schiffahrt, er ist ein Helfer im Kampf, strafender Bogenschütze, Todesgott und Sender der Pest.

Gott Apollo, Kopie eines griechischen Bronzeoriginals
Gott Apollo
Kopie eines grch. Bronzeoriginals, 450 v.Chr.

Apollo der von den Griechen als ein Hauptgott verehrt wurde fand schon sehr früh Eingang in die römische Götterwelt. Er war einer der wichtigsten Götter Roms. So war er u.a. auch für die Gewährung des Sieges in der Schlacht verantwortlich. Sein Tempelbezirk lag außerhalb der Stadtmauern, da er für die Reinigung von Seuchen oder Blutschuld (z.Bspl. Soldaten nach einem Krieg) zuständig war und diese nur außerhalb des Pomeriums (Maueranger) vorgenommen werden durften. Wie Jupiter ist er in der Lage Blitze zu schleudern, war Vollstrecker des Willens des Jupiter und schickte im Triumphzug das Heer religiös gereinigt zum Göttervater auf das Capitol. Auch der Satz "Gedenke, dass du ein Mensch bist." der dem siegreichen Feldherrn während seines Triumphzuges von einem Staatssklaven ins Ohr geflüstert werden musste, ist dem Einfluss des Apollo zuzuschreiben. Unter Kaiser Augustus erhielt er als Familien- und Schutzgott zusätzlich eine bevorzugte Stellung.
Seine Kennzeichen waren Bogen, Köcher, Leier (Kithara) und der Dreifuß des Sehers, geweiht ist ihm die Palme, unter der er geboren wurde und der Schwan, ein Sinnbild des Hellen und Hoheitsvollen. Als Tiere sind ihm Greif, Krebs und Delphin zugeordnet. In der Kunst des Altertums wird Apollo meist als nackter Jüngling dargestellt, geschmückt mit seinen Abzeichen (Saitenspiel, Lorbeer) häufig trägt er das lange Kleid des Kitharaspielers.
Laut griechischer Sage ist Apollo ein Sohn des Zeus und der Leto, die ihn, aus dem Land der Hyperboreer kommend, auf Delos zur Welt brachte. Denn die Gattin des Zeus, Hera, hatte ihre Nebenbuhlerin eifersüchtig verfolgt und der Erde abverlangt, dass die der Schwangeren keinen von der Sonne beschienen Platz zur Niederkunft gewähren solle, außerdem verfolgte sie der Drache Python. Aber der Meergott Poseidon ließ Delos auftauchen, ein zuvor also nicht von der Sonne erreichter Platz und hier gebar Leto, vom Nordwind Boreas getragen, erst die Artemis, dann den Apollo. Es soll dieses am siebten Tag des Monats geschehen sein, der siebte Tag war später dem Apollo heilig. Erst wenige Tage alt tötete er den Drachen Python und übernahm das Orakel zu Delphi. Zur Erinnerung daran wurden die Phytischen Spiele gefeiert (Homer, Hymnos an Apollon), alle acht Jahre wurde erneut die Tötung dieses Drachens durch Apoll vorgeführt.
Auf Apollo soll die Eingeschlechtlichkeit des Menschen zurückgehen. Vormals waren die Menschen doppelgeschlechtliche Androgynes. Weil diese urkräftigen Gesellen wider die Olympier Krieg führten, ordnete Zeus ihre Teilung an. Apollo trennte die Androgynes auf, rückte die Glieder zurecht und nähte daraus je einen Einzelmenschen.
Zur Zeit des Kaisers Hadrian fand der Apollokult neuen Aufschwung. Man feierte den Gott, im Gleichklang zum femininen Gegenpart, der Venus, als das Sinnbild für die männliche Schönheit. Aus dieser Zeit stammen auch die besten Kopien antiker Statuen. Im spätantiken Rom traten manche Kaiser auch als Abbild des vereinigten Apollo-Sol auf und wurden mit einem Nimbus dargestellt.


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